Wien Wirklich
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dieHausbschau

Aussprache folgt

Wiener Wörter mit schillernder Geschichte
  1. 1

    (wörtlich, hist.)“ Erstbesuch im Familienhaus der Verlobten“ (Determinativkompositum aus „Haus“=„Wohnhaus“ und „„Beschau“=„Brautbeschau“)

  2. 2

    (hist.)„erstes offizielles Kennenlernen der Schwiegereltern“, „Hausbesuch bei den künftigen Schwiegereltern“ (die Hausbeschau war weit verbreitet in Mitteleuropa, besonders im 18. bis frühen 20. Jahrhundert, und hatte einen stark sozialen und ökonomischen Charakter: Die Familie des Verlobten wollte sich einen Eindruck vom familiären, moralischen und materiellen Hintergrund der zukünftigen Schwiegerfamilie verschaffen. Es wurde geprüft, ob die Ehe sozial „angemessen“ war [z. B. gleicher Stand, gesichertes Einkommen, religiöse Kompatibilität]. Gleichzeitig zeigte der Besuch, dass man ernsthafte Heiratsabsichten hegte. Manchmal konnte die Hausbeschau auch zur Ablehnung einer Verbindung führen, wenn die Lebensverhältnisse oder das Verhalten der Familie nicht den Erwartungen entsprach)

  3. 3

    (med.)„historische Gesundheitskontrolle in Wohnhäusern (z. B. durch Amtsärzte)“, „häusliche Gesundheitsinspektion“, „medizinisch-hygienische Hauskontrolle“ (die historische Gesundheitskontrolle in Wohnhäusern – auch Hausbeschau genannt – war ein behördlich angeordneter Hausbesuch durch Amtsärzte oder Sanitätsbeamte, bei dem die hygienischen, baulichen und gesundheitlichen Verhältnisse innerhalb von Privathaushalten überprüft wurden)

„Waunn a Bua um a Maadl wiabd, muass a min Vooda zua Hausbeschau - des ghead si so!“

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