dasGiigaltuum
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Dandytum“ (von „Gigerl“=„Dandy“ mit dem Derivatem „-tum“)
- 2
(hist.)„Dandytumtum“ (kultivierte, betont elegante und ästhetische Selbstinszenierung eines Mannes), „Geckentum“ (übertrieben modisches, geckenhaftes, eitles Auftreten eines Mannes), „Modegockelei“, „Poser-Gehabe“, „Stutzerhaftigkeit“ - [Zur Erklärung: „Gigerltum“ bezeichnet eine Lebenshaltung und Erscheinungsform, die im Wien der Jahrhundertwende [19./20. Jahrhundert] verbreitet war. Sie ist geprägt von (i) übersteigertem Mode- und Stilbewusstsein, (ii) kultivierter Eleganz und bewusst gepflegtem Äußeren, (iii) ästhetischer Selbstinszenierung, (iv) gespannter, aristokratisch wirkender Haltung und verbindet Kleidung, Geist und Lebensart zu einer Art persönlicher Kunstform. Ein Gigerl war nicht bloß ein gut gekleideter Mann, sondern jemand, der sein ganzes Leben als ästhetisches Projekt verstand]
„Wiara mit de schbitzn Schuach, in kuazn Sakkoo, da weidn Hoosn und de Knopfschdiifän auftauchd is, hob I ma denkd: ‚Schau da wos au, des Giigaltum leebd no!‘“
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- Wiara mit de schbitzn Schuach, in kuazn Sakkoo, da weidn Hoosn und de Knopfschdiifän auftauchd is, hob I ma denkd: ‚Schau da wos au, des Giigaltum leebd no!‘Wie er mit den spitzen Schuhen, dem kurzen Sakko, der weiten Hose und den Knopfstiefeln aufgetaucht ist, hab ich mir gedacht: ‚Schau dir was an, das Gigerltum lebt noch‘!
- der KatzlmochaKatzelmacher
- die PumpingaPumpinger
- GiigalGigerl, der/das
- die KuruzznKuruzzen
- der RaadlaRadler