Giigal
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Gigerl“ (eigtl. Gickerl, Verkleinerungsform von Gigel[„Gickel“] = lautmalerische Bezeichnung für den „Haushahn/Gockel“)
- 2
(fig.)„stolzer Hahn“, „Gigolo“, „Wiener Dandy“, „Flatterhahn“ („geckenhafter, eitel auftretender junger Mann“), „eitler Pfau“, „junger Galan“, „Leihkavalier“ (der sich von einer älteren Frau aushalten lässt), „Geck“, „Stutzer“ - [Hintergrund: Der Journalist Eduard Pötzl schilderte im „Neuen Wiener Tagblatt“ das alltägliche Leben der Stadt. Um zu vermeiden, dass seine Beobachtungen allzu direkt auf reale Personen zurückgeführt wurden, schuf er Mitte der 1880er-Jahre zwei Kunstfiguren: den Gigerl, einen typischen Wiener Dandy bzw. Gecken, und den Gagerl, einen einfältigen, gutgläubigen Charakter. Die große Popularität dieser beiden Figuren führte schließlich dazu, dass Josef Wimmer die Posse „Die Gigerln von Wien“ verfasste]
„Giigal sei, des is fein - Giigal kaunn ned jeeda sei!“
Weiterlesen
- Giigal sei, des is fein - Giigal kaunn ned jeeda sei!Gigerl sein, das ist fein, Gigerl kann nicht jeder sein!
- Gschbitzde Schuach, braada Huat - des schdeed einem Giigal guad!Gespitzte Schuh und breiter Hut - das steht einem Gigerl gut!
- der SchaanigoatnSchanigarten
- der PompfineebraPompfüneberer
- die PeachtnPerchte
- die SchönpeachtnSchönperchte