Wien Wirklich
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dieKuruzzn

Aussprache folgt

Wiener Wörter mit schillernder Geschichte
  1. 1

    (wörtlich)„Kuruzzen“ (vom unagrischen „kuruczok“ bzw. vom slowakischen „kuruci“=„Kuruzzen“, abgeleitet vom lateinischen „crucius“=„Kreuzritter“)

  2. 2

    (hist.)„Gruppe bewaffneter, antihabsburgischer Aufständischer im Königreich Ungarn von 1671 bis 1711“ (wilde Truppe von Rebellen und Freiheitskämpfern, die sich im 17. und frühen 18. Jahrhundert gegen die Habsburger erhoben. Man fand unter ihnen enteignete Adlige, arme Bauern, evangelische Glaubensflüchtlinge und Deserteure – Menschen also, die nichts mehr zu verlieren hatten. Ihr Schlachtruf war die Freiheit Ungarns, und ihr Feind war der kaiserliche Zentralstaat mit seinen „Labanczen“ [Spottname der Kuruzzen für die kaisertreuen (meist katholischen) Soldaten – abgeleitet von ungar. „láb“ (Bein), angeblich wegen ihrer Gamaschen]. Noch heute lebt die Erinnerung an die Kuruzzen in den wienerischen Fluchwörtern Kruzineser und Kruzitürken weiter)

„Fiad Habsbuaga woan de Kuruzzn Röböön, fia vüü Ungan owa Feiheitskämpfa!“

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