derSacklpicka
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Sacklpicker“ (Determinativkompositum aus „Sackl“=„Papiertüte“ und „Picker“=„Kleber“)
- 2
(Gaunerjargon)„Papiertütenkleber“ („Gefängnisinsasse, der Papiersäcke zusammenklebt), Strafgefangener, Zuchthäusler (dessen Hauptbeschäftigung in der Haft das „Tütenkleben“ ist), Häftling, → Hääfnbruada, Schdaabeissa, → Schmoizbruada - [Historischer Hintergrund: Der Ausdruck stammt aus dem Gefängnis- und Arbeiterjargon des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: In Zuchthäusern und Gefängnissen mussten Häftlinge oft einfache Handarbeiten verrichten. Eine typische, monotone Tätigkeit war das Kleben von Papiersäcken / -tüten für Gewerbe und Handel. Wer diese Arbeit machte, war sprichwörtlich ein „Sacklpicker“. Mit der Zeit wurde der Begriff ironisch bis spöttisch gebraucht für: (i) Häftlinge / Zuchthäusler, (ii) jemanden, der abgestürzt ist („früher war er wer, jetzt ist er Sacklpicker“) bzw. (iii) allgemein für jemanden, der ganz unten angekommen ist]
„Friara Aansa-Schääf, jetza Sacklpicka - so rennds in da Galarii!“
Weiterlesen
- der HääfnbruadaHäfenbruder
- der SchmoizbruadaSchmalzbruder
- Friara Aansa-Schääf, jetza Sacklpicka - so rennds in da Galarii!Früher Einser-Chef, jetzt Sacklpicker - so rennt's in der Galerie!
- Fria woara wea - jetzt isa Sacklpicka!Früher war er wer - jetzt ist er Sacklpicker!
- I gee ned in Hääfn, wäu fias Sacklbickn bin I ned gmochd!Ich gehe nicht in den Häfen, denn fürs Sackelpicken bin ich nicht gemacht!
- das RamadamaRamatama