← Zurück zum RegisterWiener Wörter mit schillernder Geschichte
dieHübschlarin
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Dame, die sich hübsch macht“ (vom mittelhochdeutschen „hübesch“=„hübsch“)
- 2
(hist.)„käufliche Dame“, „Straßenmädchen“ (ab dem 18. Jahrhundert insbesondere am Graben und in den angrenzenden Vierteln der Wienerstadt sowie im Prater tätig), Hackenbraut, Schickserl, Grabennymphe (Zur Erklärung: Die Verwendung des Begriffs „Hübschlerin“ war ein Sprachcode in einer Zeit, in der man über Sexualität nicht offen sprach. Es war gesellschaftlich akzeptierter, eine Frau als „Hübschlerin“ zu bezeichnen als als „Hure“. In literarischen Werken, Zeitungen und im Theater wurde der Begriff gerne genutzt – oft mit einem Hauch von Ironie, Mitgefühl oder auch romantischer Verklärung)
Weiterlesen
- Ea hod de Hübschlarin fiara Baroness ghoidn - ka Wunda, woas doch scheena auzoong ois sei eigane Frau Gemoolin!Er hat die Hübschlerin für eine Baroness gehalten – kein Wunder, so war sie doch schöner angezogen als seine eigene Frau Gemahlin!
- der PeachtnlaufPerchtenlauf
- der GscheadaGescherter
- die RaatschnbuamRatschenbuam
- die DollaflitschnDollarflitschen
- der MoonzuuzMohnzutz