derGscheada
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Geschorener“ (vom mittelhochdeutschen „gescherter“=„Geschorener“)
- 2
(hist.)„jemand, dem Standessymbole wie Haartracht, Hut, Rock etc. fehlen“, „jemand, der zur unteren Gesellschaftsgeschicht gehört“ (im Mittelalter und der frühen Neuzeit war die Haartracht ein wichtiges äußeres Zeichen sozialer Zugehörigkeit. Adelige, Bürger, Geistliche trugen oft längeres oder kunstvoll frisiertes Haar (manchmal Perücken). Unfreie, Bauern, Knechte, untere Stände hingegen mussten – teils aus Vorschrift, teils aus gesellschaftlicher Erwartung – kurzes oder geschorenes Haar tragen. Somit wurde das „Geschoren-Sein“ zum sichtbaren Symbol sozialer Minderstellung)
- 3
(scherzhaft für)Bauerntölpel, Hinterwäldler, Provinzler, Landei, Surm, Joogl
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