Wien Wirklich
Dein Wien Lexikon
← Zurück zum Register

derHugo

Aussprache folgt

Wiener Küche & Gaumenfreuden
  1. 1

    (wörtlich)„Hugo“ (Verballhornung des französischen Wortes „haut-goût“=„hoher Geruch/Geschmack“, durch Silbentausch zu wienerisch „Hugo“ [womit auch alles Anrüchige und schlichtweg Stinkende betitelt wird)

  2. 2

    (Küchensprache)„Haut-Goût“ (Aroma des Wildbrets, das im Zuge dessen Reifung entsteht), „Wildaroma, „Wildbretaroma“ (früher war es üblich, Wildfleisch länger abhängen zu lassen, um es zarter zu machen und einen intensiveren Geschmack zu erzielen. Durch die Reifung, die durch Bakterien ausgelöst wird, entsteht eine zartere Fleischstruktur, aber auch ein deutlich intensiverer Geschmack und Geruch. Ein zu starker Hautgout kann jedoch als unangenehm oder sogar verdorben empfunden werden)

  3. 3

    (pejorativ, allg.)Modergeruch, Gammelgeruch, Fäulnisgeruch (wie von altem, verdorbenem Wildfleisch, das zu lange gelagert wurde), Gestank, „strenger Geruch“

  4. 4

    (fig.)Anrüchigkeit, anrüchiger Beigeschmack, Hauch von Verruchtheit

  5. 5

    (scherzhaft für)männliches Glied, Penis, Schwanz, → Beidl, Nuudl, Fruchtwuazn, Zumpfal

  6. 6

    (scherzhaft für)Klomuschel, Toiletteschüssel, Klosett

  7. 7

    (allg.)„Hugo“ (männlicher Vorname, steht stellvertretend für jede beliebige, fiktive Person - ähnlich wie „Otto Normalverbraucher“, „Hans Wurst“, etc. – stammt aus der Studentensprache des 19. Jahrhunderts, wo „Hugo“ als Platzhaltername für etwas Belangloses bzw. „Mr. Nobody“ [„ein Nichts und Niemand“] galt), „etwas Belangloses“, „ein Nichts“, „ein Niemand“, „ein Nobody“, „ein Nichts und Niemand“

  8. 8

    ([hist.]: „Hugo“ als Spottname für unfähige Rekruten der preußischen Armee - bzw. in übertragenem Sinne für:)„Lachnummer“, „Witzfigur“, Kaschpal

  9. 9

    (Gastronomie)„Hugo“ (erfrischender, leicht perlender Sommerdrink auf Basis von Prosecco, Holunderblütensirup, Soda, Minze und Limette – leicht zuzubereiten, erfrischend und stilvoll. Erfunden wurde der „Hugo“ 2005 vom Südtiroler Barkeeper Roland Gruber in Naturns [Südtirol, Italien]. Die häufig gestellte Frage, warum er seinen Cocktail Hugo nannte, beantwortet Gruber zumeist wie folgt: „Ich brauchte einfach einen Namen. Irgendeinen. Also hab ich ihn einfach ‚Hugo‘ genannt“)

„Dass es Wüüd peafekt greifd is, meakst aum siasslichn, fost metallischn Hugo!“

Weiterlesen