← Zurück zum RegisterGrundwortschatz Wienerisch
vasaandld
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„versandelt“ (vom mittelhochdeutschen „sant“=„Sand“ bzw. „Ufersand“ - eigtl. „verwahrlost im Sand wie ein Sandler“ [als „Sandler“ bezeichnete man im 19. Jahrhundert Menschen, die auf Sandböden an Flussufern oder an Straßenrändern schliefen, keinen festen Wohnsitz hatten und oft als Tagelöhner, Bettler oder Wanderarme lebten. Der „Sand“ steht hier für „Boden/Erde“, „Schlafplatz im Freien“ und „Besitzlosigkeit“)
- 2
(allg.)vergammelt, „am Sand“, heruntergekommen, auf den Hund gekommen, verlumpt, verwahrlost, versumpert
- 3
verarmt, verkommen, versumpft, abgewrackt
„Ea schaud echt vasaandld aus, seit eam de Oide päule gaungan is!“
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- Ea schaud echt vasaandld aus, seit eam de Oide päule gaungan is!Er sieht echt versandelt aus, seit ihm die Alte päule gegangen ist!
- Friara woara no wea - owa jetzd is a nua noo a vasandlde Rauschkuugl zwischn Beisl und Schdrossn!Früher war er noch wer - aber jetzt ist er nur noch 'ne versandelte Rauschkugel zwischen Beisl und Straße!
- das OamutschkalArmutschkerl
- einedruckneinedrücken
- schreamsadschremsert
- das PlastiksackalPlastiksackerl