← Zurück zum RegisterGrundwortschatz Wienerisch
dieSchnoin
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Schnalle“ (vom mittelhochdeutschen „snalle“=„Schnalle“ bzw. „Mund“)
- 2
(allg.)Türklinke, Türgriff, Verschluss, Drücker (Griff zum Schließen oder Öffnen einer Tür), Beschlag, Türbeschlag
- 3
(allg., abwertend für)Frau, Weibsbild, Frauenzimmer, Tussi, „Ziege“
- 4
(Gaunersprache)Prostituierte, Strichmädchen, Straßenprostituierte, Hure, „Schnalle“ (abgeleitet vom „Schnallenverschluss, in den jeder ‚Stössel‘ hinein kann“), → Giatlschnoin
- 5
(Jägersprache)„weibliches Geschlechtsteil eines Tiers“, Vulva, Scheide, „Schloss“
- 6
(in Bezug auf Frauen)„weibliches Geschlechtsteil“, Scheide, Vagina, Möse, Votze, Schwanzfutteral, Tschurimuri
„Druck festa aufd Schnoin, sunst geed de Tia ned auf!“
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- die GiatlschnoinGürtelschnalle
- A Schnoin is a Weib, de si ia Gööd min Schnacklsn vadiind!Eine Schnalle ist ein Weib, das sich ihr Geld mit Schnackseln verdient!
- Beim Deckn muass ma aufpassn, dass de Schnoin sauwa is!Beim Decken muss man aufpassen, dass die Schnalle sauber ist!
- Druck festa aufd Schnoin, sunst geed de Tia ned auf!Drück fester auf die Schnalle, sonst geht die Tür nicht auf!
- Vüü vawechsln ‚Vulva‘ mid ‚Vagina‘ - drum sog I aafoch nua ‚Schnoin‘!Viele verwechseln ‚Vulva‘ mit ‚Vagina‘ - drum sag ich einfach nur ‚Schnalle‘!
- Weng dera bläädn Schnoin lossta si scheidn?Wegen dieser blöden Schnalle lässt er sich scheiden?