sacklpickn
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„sackelpicken“ (Kompositum aus „Sackl“=„Papiertüte“ und „picken“=„kleben“)
- 2
(Gaunerjargon)„Papiersäcke zusammenkleben“, (scherzhaft für): „in Haft sein“, „im Gefängnis sitzen“, „eine Haftstrafe verbüßen“, „im Häfen sitzen“, Schdaa von innan seeng - [Historischer Hintergrund: Der Ausdruck stammt aus dem Gefängnis- und Arbeiterjargon des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: In Zuchthäusern und Gefängnissen mussten Häftlinge oft einfache Handarbeiten verrichten. Eine typische, monotone Tätigkeit war das Kleben von Papiersäcken / -tüten für Gewerbe und Handel. Wer diese Arbeit machte, war sprichwörtlich ein „Sacklpicker“. Mit der Zeit wurde der Begriff ironisch bis spöttisch gebraucht für: (i) Häftlinge / Zuchthäusler, (ii) jemanden, der abgestürzt ist („früher war er wer, jetzt ist er Sacklpicker“) bzw. (iii) allgemein für jemanden, der ganz unten angekommen ist]
„Dea tuad jetzt sacklpickn und hod ocht Joa Zeit zum Noochdenkn!“
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