dieKläätzn
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Kletze“ (vom mittelhochdeutschen „klœʒen“=„spalten“ [in Anlehnung daran, dass die größeren Birnen vor dem Trocknen gespalten werden])
- 2
(Kulinarik)„getrocknete Birne“ (eine durch Trocknung haltbar gemachte Birne), „Dörrbirne“, „Klotzbirne“
- 3
(fig., „Kletzen“=Substantiv zu ⟶“kletzeln“)Finger, „Pfoten“, „Grabscher“, → Brootzn, Klääwän, Griffä
- 4
(fig.)„verweichlichte Person“, Weichei, Memme, Mimose, Seicherl, Müüchkind
- 5
(scherzhaft für)„verdörrte Frau“, ungepflegtes Weib, Grammel, Zäächn
- 6
(Kirchenjargon)„verdörrte, alte Nonne“, „alte Klosterfrau“, „Ordensschwester“
- 7
(med., scherzhaft für)Hämorrhoiden, Krampfadern am After, Analvarizen, „Rosettenknoten“
- 8
(allg.)Schmutzklumpen, Dreckklumpen, Schmutzbatzen, (Deutschland): Dreckgnubbel
„De Kläätzn ghean vuam Bockn a poa Schdund im Wossa eigwaakd!“
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- die BrootznPratzen
- De Kläätzn ghean vuam Bockn a poa Schdund im Wossa eigwaakd!Die Dörrbirnen gehören vor dem Backen ein paar Stunden in Wasser eingeweicht!
- De oide Kläätzn hockd in gaunz Toog aum Fensta und richt de Leit aus!Die alte Kletzen hockt den ganzen Tag am Fenster und richtet die Leute aus!
- De oide Kläätzn sitzd schoo wiida in da Sakristei und zööd de Messweinfloschn!Die alte Kletzen sitzt schon wieder in der Sakristei und zählt die Messweinflaschen!
- Du host jo lauta Kläätzn ind Hoa - woast leichd im Woid?Du hast ja lauter Kletzen im Haar - warst du vielleicht im Wald?
- Heast, du Kläätzn, schdöö di ned so au - a Jaukal wiad di ned glei umbringan!Hör mal, du Kletzen, stell dich nicht so an - ein Jaukerl wird dich nicht gleich umbringen!