dasGaagal
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Gagerl“ (Verkleinerungsform von Gagel, vom mittelhochdeutschen „gagel“=„Gagelstrauch“)
- 2
(bot.)Gagelstrauch (heimische, aromatische Sumpfpflanze mit Fruchtständen, die an „Kügelchen“ erinnern), (lateinische Bezeichnung): „Myrica gale“ (50–150 cm hoher Strauch, viele dünne, verzweigte Triebe, längliche, graugrüne Blätter, stark aromatisch [reiben → würziger, harziger Geruch], auch „Duftgagel“, „Moorgagel“, „Myrtenheide“, „Ölmyrte“
- 3
(fig.)„etwas kleines Rundes“ (das aussieht wie die kugeligen Fruchtstände des Gagelstrauchs, die ihrerseits an kleine „Kügelchen“ erinnern), Kügelchen, Knöpfchen, Nüsschen, Münzchen
- 4
(scherzhaft für)Kotkügelchen (die in Form und Farbe den kugeligen Fruchtständen des Gagelstrauchs ähneln), Kotbällchen, Gackerl
„In Gaaglschdrauch oda - wia de Leit friara gsoogd haum: ‚es Gaagal‘ - haums im Mittloita zum Wiazn von Bia vawendt!“
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- Im Woid hauma iwaroi klaane Gaagaln gseeng - a Zeichn, dass Rää in da Nää woan!Im Wald haben wir überall kleine Gagerln gesehen – ein Zeichen, dass Rehe in der Nähe waren!
- In Gaaglschdrauch oda - wia de Leit friara gsoogd haum: ‚es Gaagal‘ - haums im Mittloita zum Wiazn von Bia vawendt!Den Gagelstrauch oder - wie die Leute früher gesagt haben: ‚das Gagerl‘ - wurde im Mittelalter zum Würzen von Bier verwendet!
- Ois Kinda hauma klaane Gaagaln ausn Moos aufgsaummäd und damit gschbüüd!Als Kinder haben wir kleine Gagerln aus dem Moos aufgesammelt und damit gespielt!
- der SchneizgoodanSchnäuzgadern
- der WoifshungaWolfshunger
- das RotzbinkalRotzpinkerl