← Zurück zum RegisterGrundwortschatz Wienerisch
bitzln
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„bützeln“ (mundartliche Ableitung vom mittelhochdeutschen „bitzen“= „beißen“)
- 2
(intransitiv)„aufdringlich bitten und betteln“, quengeln, raunzen, sudern
- 3
(fig.)sticheln, piesacken, sekkant sein
- 4
(in Bezug auf Dinge)plagen, quälen, drangsalieren, „nagen an jemandem“
- 5
(in Bezug auf Personen)sich erregen, geifern, sich zornig gebärden, sich aufregen
- 6
(Kälte, Gewürze, etc.)stechen, scharf sein, jucken, pricken, kribbeln, brennen
„Hea auf zum Bitzln und zum Beedln - I hob ‚Na‘ gsoogd, und dabei bleibds!“
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- Da Pfeffa bitzld ma auf da Zungan!Der Pfeffer bitzelt mir auf der Zunge!
- Hea auf zum Bitzln und zum Beedln - I hob ‚Na‘ gsoogd, und dabei bleibds!Hör auf zu bitzeln und zu betteln - ich hab ‚Nein‘ gesagt, und dabei bleibt's!
- Jeedn Toog bitzln mi neiche Suang - und kaa End in Sicht!Jeden Tag bitzeln mich neue Sorgen - und kein Ende in Sicht!
- Waunnsd weida so bitzlsd, sitzd boid allaa in da Fiama!Wenn du weiter so bitzelst, sitzt du bald allein in der Firma!
- Kaum kritisiasd eam, faungda scho zum Bitzln au!Kaum kritisierst du ihn, fängt er schon zu bitzeln an!
- Mia bitzln de Uawaschln vua lauda Köödn!Mit bitzeln die Ohrwascheln vor lauter Kälte!